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Aus präkolumbianischer Zeit gibt es nur wenige Geschichtszeugnisse
über Costa Rica. Anhand von Ausgrabungen beim Nationalmonument
Guayabo versucht man im Augenblick nachzuweisen, daß die
Frühkultur des Landes Ähnlichkeiten mit der Mayakultur anderer
mittelamerikanischer Länder aufwies.
Columbus entdeckte
das Land auf seiner 4. Reise im Jahre 1502 und vermutete
aufgrund des Goldschmuckes der Ureinwohner reiche Goldvorkommen,
daher der Name „Costa Rica", die reiche Küste. Die Kolonialisierung
scheiterte jedoch beinahe 60 Jahre lang an der Unzugänglichkeit
des dichtbewaldeten und bergigen Landes sowie an der Gegenwehr
der Bewohner.
Lange Zeit war Costa Rica vergessene spanische Provinz da
sich die Träume riesiger Goldvorkommen nie erfüllten. Erst
im 19. Jahrhundert brachte der Kaffee, als Modegetränk
in Europa entdeckt, einigen Wohlstand nach Costa Rica. Der
damalige Staatspräsident, Juan Rafael Mora, ein ehemaliger
Kaffeebauer, organisierte auch den bewaffneten Widerstand
gegen die Invasionsgelüste des nordamerikanischen Abenteurers
William Walker dessen „Filibuster" von Mora in einer historischen
Schlacht zurückgeschlagen wurden. Jahrelange Machtkämpfe
der Kaffeebarone resultierten schließlich in den ersten
demokratischen Wahlen und einer Zeit des Friedens und der
Einigkeit. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es
jedoch erneut zum Bürgerkrieg, aus dem die nationale Befreiungspartei
als Sieger hervorging. Aus dieser Zeit stammt auch die bis
heute gültige Verfassung des Landes in der die Armee abgeschafft
sowie das Wahlrecht für Frauen und Schwarze verankert wurde.
Der Staatspräsident
Oscar Arias erhielt 1987 den Friedensnobelpreis
für seine Vermittlungsbemühungen in den zerrütteten Nachbarländern.
Gegenwärtiger Staatspräsident ist Abel Pacheco. |