"LA LAGUNA DEL LAGARTO
LODGE"
EINE ERFOLGSGESCHICHTE
Auf einer kleinen Halbinsel,
im Norden Costa Ricas, unweit
des kleinen Dorfes Boca
Tapada, umgeben von einem
traumhaft stillen See, liegt
die "Laguna del Lagarto
Lodge". Harmonisch
eingefügt in die unberührte
Natur, steht sie direkt
am Rande des Dschungels.
Nur das Zettern der Affen
und Schlagen der Vögel
unterbricht ihre Stille.
Ein Wanderweg
führt, nur wenige Meter
vom Hotel entfernt, in die
freie Wildnis, wo man sie
erleben und geniessen kann.
Auf der Lagune gleitet man
in eine verträumte,
überwältigend
schöne Natur hinein.
Vorbei an blühenden
Seerosen, grünen Leguanen,
Baselisk-Eidechsen, feinblättrigen
Orchideen und prächtigen
Bromelien.
Es ist, als könne jeden
Moment der schwarze Jaguar,
oder graue Tapir aus dem
Busch treten,um seinen Durst
zu stillen. In der angrenzenden
Umgebung liegt die Pferdekoppel,
sowie eine kleine Palmherzen-Plantage,
die in einem zweiten, ebenso
stillen See endet.
Auf der Lodge
findet sich ein kleines
vernetztes Schmetterlingsareal,
in dem die grossen, blauen
Morphos beobachtet und bewundert
werden können. Für
die winzig-zarten Kolibris
wurden deren Lieblingspflanzen
angelegt. Dadurch werden
sie ständig und zahlreich
angelockt. Auch farbenprächtige
Tukane, schöne Orpendolas,
und eine Vielzahl weiterer,
teils seltener Vögel,
sind jeden Morgen zu entdecken.
Etwas Pfeffer, Ananas, Palmherzen,
sowie Fruchtbäume wurden
auf dem Gelände angebaut,
damit jeder Besucher einen
Eindruck von der Vielfalt
des Landes und seinen Früchten
erhält.
Dass Vinzenz
Schmack, Eigentümer
der Lodge, das Areal so
liebevoll anlegen liess,
findet seinen Ursprung in
seinem Kindheitstraum, einst
eigenes Land zu besitzen.
Als Bauernjunge aus Oberschlessien,
später auch als Flüchtling
in Bayern, hatte er schon
immer Bezug zur Natur. Beruflich
war ihm solch ein Weg nie
vorgeschrieben. Im Gegenteil.
er wurde Filialleiter einer
amerikanischen Grossbank,
und kam, in diesem Zusammenhang,
1974 nach Costa Rica. Börsen-und
Wechselkurse hielten ihn
hinter dem Schreibtisch
gefangen. Doch sein Traum
lebte weiter. Seine Erfüllung
kam 1981, als er 110 Hektar
Urwald sehr günstig
erwerben konnte. Was aber
sollte er damit anfangen?
Geprägt
von den deutschen, geschäftlich
beeinflussten Tugenden,
wollte er das Grundstück
natürlich nutzen, den
Urwald abholzen, Bäume
schlagen, Plantagen für
Ananas, Kakao oder Pfeffer
anlegen. Ein Freund jedoch
weckte sein ökologisches
Interesse, und riet, in
den Tourismus einzusteigen..
Das war Vinzenz Schmack
erst mal fremd. Doch neugierig
auf alles Neue liess er
sich in das Unbekannte ein.
Mit gerade vier Zimmern
begann er 1989 klein und
bescheiden. Aber damals
schon unterschied sich seine
Lodge deutlich von Anderen.
Von Beginn an liebte er
dieses Stück Land,
und setzte seine ganze Kraft
ein, unberührte Natur
und Zivilisation in eine
harmonische Einheit zu bringen.
Nicht die wirtschaftliche
Ausbeutung war das Ziel.
Sondern die Integration
der Tier-und Pflanzenwelt,
mit zugleich wirtschaftlicher
Entwicklung der umliegenden
Region, als Ergebnis von
ausgeprägtem Umweltbewusstsein.
Konkret bedeutet das: Auf
dem Gelände von beinah
300Hektar, 190 ha. wurden
später noch dazu gekauft,
zu denen die ursprünglichen
110 Hektar Primär -
Regenwald gehören,
werden Planzen und Tiere
geschützt.
Der anfallende
Müll wird umweltfreundlich
versorgt. Ob Flaschen, Plastik,
oder Kartons, alles wird
zum Recycling extra nach
San José transportiert.
Der Besucher merkt es, und
fühlt sich wohl. Täglich
gibt es Führungen in
den Dschungel, hinein in
das Herz der Natur. Dort
ist der winzige, rote Giftpfeilfrosch
ebenso Zuhause, wie sein
grün-schwarzer Bruder.
Kapuziner- und Klammeraffen
blicken neugierig schnatternd,
während das heissere
Bellen der Brüllaffen
zu hören ist. Das Flechtwerk
des Dschungels, die Lianen,
und verwachsenen, wilden
Strukturen , vermitteln
einen überwältigenden
Eindruck von der Schönheit
der Natur.
Die Lodge
bietet jedoch nicht nur
Erholungssuchenden ein prächtiges
Schauspiel von Dschungel
und Stille, sondern auch
Arbeitsplätze für
das nahe liegende Dörfchen
Boca Tapada. Der Río
San Carlos fliesst zwei
Kilometer vom Hotel entfernt,
und mündet 15 Kilometer
weiter nördlich in
den Río San Juan.
Dieser bildet die natürliche
Grenze zu Nicaragua. Ökonomisch
ist es ein armes Gebiet.
Doch nun gibt es Verdienstmöglichkeiten.
Zehn Einheimische sind,
im Hotel und auf der Finca,
fest angestellt. In der
Hochsaison kommen zwei weitere
Putzkräfte hinzu. So
entwickelte sich Vinzenz
Schmack zum Motor einer
neuen wirschaftlichen Basis,
für die er sich immer
wieder einsetzt. Dadurch
wurden in der Region endlich
auch Strom- und Telephonleitungen
verlegt, und an das öffentliche
Netz angeschlossen .
Auch Einzelbeispiele
zeugen vom Erfolg der Lodge.
Der Assistent-Manager, ein
junger Mann aus dem Dorf,
konnte in die USA geschickt
werden, um vor Ort Englisch
zu lernen. Heute spicht
er die Sprache hervorragend,
und besitzt dadurch eine
bessere Zukunft. Die Krone
des leiblichen Wohls ist
Adolfo, ein Flüchtling
aus Nicaragua. Seine Kochkunst
ist so exzellent, dass er
deshalb aus Dank von einem
Gast nach Deutschland eingeladen
wurde. Für diesen kleinen,
immer freundlichen Mann,
der nie aus der Dschungelregion
herauskam, war der Flug
und Aufenthalt in Köln
wie ein Märchen. Ein
andere Einheimischer wurde
durch Vinzenz Schmack finanziell
unterstützt, damit
er zwei Motorboote für
Flusstouren kaufen konnte.
Nicht nur als Anbieter für
die Gäste der "Laguna
del Lagarto Lodge ",
sondern auch für seinen
eigenen Kundenkreis. Mittlerweile
verfügt er über
ein blühendes Unternehmen.
Auf solche Entwicklungen
kann Vinzenz Schmack zu
Recht stolz sein. Zeigen
sie doch, dass Engagement,
und Hilfe zur Selbsthilfe,
allen Beteiligten zugute
kommt. Auch das ökologische
Vorbild des Hotels macht
Schule. Nachbarn, die 400
Hektar Regenwald besitzen,
beschlossen ihn unberührt
zu lassen, wie es Vinzenz
Schmack beispielhaft vorführt.
Diese Erfolge
zeigen, dass Naturschutz,
wirtschaftliche Verbesserung
der Region, sowie ein traumhaftes
Urlaubsangebot, Hand in
Hand gehen kann.
Davon haben sich bereits
mehere tausende Gäste
überzeugt. Sie alle
waren hoch zufrieden, und
verliessen die Lodge mit
der Zusicherung, ein kleines
Paradies hautnah erlebt
zu haben.
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